Ab welcher Wohnfläche ein Haus als Kleinhaus gilt, ist nicht einheitlich definiert. Es hat sich jedoch durchgesetzt, zwischen Tiny Houses und Small Houses zu unterscheiden. Als Tiny House gelten Mini Häuser bis 50 Quadratmeter Wohnfläche. In die Kategorie Small House fallen größere Häuser zwischen 50 und 100 Quadratmetern. Im Folgenden vergleichen wir Mini Fertighäuser verschiedener Hersteller und informieren darüber, was Eigentümer wissen müssen.
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ToggleBei mehr als der Hälfte aller Haushalte hierzulande handelt es sich heute um Singlehaushalte. Ein Grund dafür ist die wachsende Zahl an Senioren, aber auch immer mehr junge Leute entscheiden sich bewusst für ein Leben als Single. Hinzu kommen steigende Immobilienpreise und Wohnraummangel, wodurch ausufernde Wohnflächen an Attraktivität verlieren. Ein weiterer Aspekt ist die ökologische Nachhaltigkeit. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass sich immer mehr kleine Familien, Singles und Paare für ein Mini Fertighaus entscheiden.
In diese Kategorie fallen vor allem mobile Tiny Houses, kleine Wohnmodule und Containerhäuser. Oft sind diese mobil und verfügen entweder über ein eigenes Fahrgestell oder können mit einem Kran-Lkw transportiert und abgestellt werden. Ebenfalls zum Einsatz kommen klassische Chalets und Mobilheime, wie man sie auch auf Campingplätzen findet. Diese kleinen Einheiten sind besonders attraktiv für Singles und Paare, die eine flexible und kostengünstige Wohnlösung suchen.
Beispiele und Modelle:
Das Segment für Minihäuser zwischen 50 und 100 Quadratmetern bietet bereits eine vergleichsweise große Vielfalt. Hier reicht das Angebot von Singlehäusern über Winkelbungalows bis hin zu Fertighäusern in Holzbauweise wie Blockbohlenhäuser. Während die Auswahl an Haustypen bei kleineren Gebäuden meist begrenzt ist, sind hier nahezu alle Baustile vertreten, die es auch für größere Fertighäuser gibt.
Beispiele und Modelle:
Auch kleine Häuser erfordern eine Baugenehmigung. Der Bau oder das Aufstellen eines kleinen Fertighauses unterliegt den landesbaurechtlichen Vorschriften. In den meisten Bundesländern ist eine Baugenehmigung erforderlich, auch für mobile Bauten, sofern diese länger auf einem Grundstück stehen.
Wann genau ein Gebäude eine Baugenehmigung erfordert, ist in der Landesbauordnung eines jeden Bundeslandes festgelegt. In einigen Regionen sind Mini Fertighäuser verfahrensfrei, was jedoch nicht bedeutet, dass sie keine Vorschriften erfüllen müssen. In diesen Fällen liegt es an den Eigentümern selbst, sicherzustellen, dass die Vorgaben des Bebauungsplanes eingehalten werden. Da diese für den Laien nicht immer transparent sind, kann das Hinzuziehen eines Architekten oder Bausachverständigen sinnvoll sein.
Die Kosten für ein Mini Fertighaus variieren stark je nach Größe, Ausstattung und Bauweise.
Für die Bauzeit im Werk werden herstellerseitig etwa drei Monate benötigt. Der vorherige Planungs- und Genehmigungsvorlauf nimmt einen weiteren Monat in Anspruch. Wenn die Maße des Moduls nur eine eingeschränkte Baugenehmigung erfordern, kann sich die Vorlaufzeit halbieren. Die Anlieferung und Montage bei vorbereiteten Punktfundamenten und Versorgungsanschlüssen erfolgt an einem Tag. Sonderwünsche für die Dachform und Zusatzelemente wie Terrassen, Vordächer und Solaranlagen sind im gleichen Zeitraum umzusetzen. Als realistische Planungszeit sollte von der Kaufidee bis zum Bezug ein Zeitraum von etwa sechs Monaten einkalkuliert werden.
Minihäuser bieten eine innovative und flexible Wohnlösung, die besonders für kleine Familien, Singles oder als Anbau an bestehende Gebäude geeignet ist. Sie überzeugen durch ihre schnelle Bauzeit, Anpassungsfähigkeit an verschiedene Gelände und eine oft günstigere Kostenstruktur im Vergleich zu traditionellen Bauweisen. Dennoch sollten potenzielle Käufer die erforderlichen Genehmigungen und die Anschlusskosten sorgfältig kalkulieren. Mit der richtigen Planung kann ein Mini Fertighaus eine nachhaltige und komfortable Wohnalternative darstellen.
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